Sonntag, 5. April 2009

Eine Frage des Motivs

So wie die Energie den Gedanken folgt, so ist das Resultat unseres Handelns auch eine Frage des Motivs. Es wird beim Gegenüber unbewusst auch mein Motiv relevant für die Wirkung meiner Worte sein - nicht nur meine Worte selbst und die Betonung. Ob wir Dinge befürworten oder ablehnen ist ebenfalls vom Motiv abhängig. So ist es für die meisten ein Unterschied, ob wir schreien "komm her" weil wir genervt sind oder weil wir Gefahr sehen. In beiden Fällen tun wir das Gleiche mit dem selben Tonfall - nur mit einem anderen Motiv. Es gibt zahlreiche Beispiele dafür. Dies ist die eine Seite des Motivs - sie bestimmt die Wirkung und die Akzeptanz beim Umfeld.
Die andere Seite ist, das unser Motiv unsere Freude am Handeln bestimmt. Wenn wir zum Job gehen, weil wir müssen, erleben wir unseren Job anders als wenn wir dort hingehen, weil wir Spaß an der Tätiglkeit haben oder weil wir uns freuen, dass wir damit Geld verdienen oder wir etwas sinnvolles tun. Je nach Motiv erleben wir die gleiche Tätigkeit unterschiedlich. Wir können uns einen Job sichen, der uns von Natur aus etwas bietet, was uns Freude macht. Aber - wenn wir wollen - haben wir ebenfalls die Möglichkeit den Sinn in dem zu finden, was wir gerade tun.
Ich kenne eine Frau, die ungern backt und dennoch relativ häufig Kuchen backt. Das tut sie unter anderem, weil sie Freude hat an dem Lächeln der anderen, die den Kuchen geschenkt bekommen. Dieses Lächeln ist für sie Sinn genug den Kuchen mit Freude zu backen.